„Wenn Worte fehlen, braucht es jemanden, der sie für Sie findet.“
Trauerredner Markus Saxert aus dem Bergischen Land
Augen auf bei der Kleiderwahl
Gelegentlich werde ich zu diesem Vorstellungsvideo hier gefragt, warum ich ein rotes Hemd mit einem weißen T-Shirt trage und ob ich immer so bei Trauerfeiern aussehe. Damals, beim Dreh, habe ich der Kleiderwahl leider keine große Aufmerksamkeit geschenkt. Selbstverständlich trage ich bei den Reden immer einen dunklen Anzug mit weißem oder schwarzem Hemd und schwarzer Krawatte.
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft das erste Gespräch mit dem Trauerredner ab?
Für viele Angehörige ist das erste Gespräch mit einem Trauerredner eine ungewohnte Situation. Deshalb geht es zunächst ganz in Ruhe darum, über den Verstorbenen zu sprechen und Erinnerungen auszutauschen. In unserem Gespräch stelle ich Fragen, die helfen, das Leben des Menschen noch einmal sichtbar werden zu lassen. Wir erinnern uns gemeinsam an wichtige Stationen seines Lebens, an Eigenschaften, besondere Momente und kleine Geschichten, die ihn ausgemacht haben. Aus diesen Erinnerungen entsteht später die persönliche Trauerrede.
Wie muss ich mich für das Gespräch vorbereiten?
Sie erhalten von mir im Vorfeld eine Art „Gesprächsleitfaden“, der nach Ihren Wünschen und Vorstellungen angepasst werden kann. Oft reichen Erinnerungen, Gedanken oder kleine Geschichten aus dem Leben des Verstorbenen.
Wie entsteht aus unserem Gespräch die Trauerrede?
Aus unserem Gespräch entsteht Schritt für Schritt die Trauerrede. Dabei geht es nicht nur um Lebensdaten, sondern vor allem um den Menschen selbst: seine Persönlichkeit, seine Werte und die Erinnerungen, die bleiben.
Was ist, wenn wir im Gespräch sehr emotional werden?
Wenn Angehörige über einen geliebten Menschen sprechen, kommen oft viele Erinnerungen und Gefühle hoch. Das ist völlig normal. In unserem Gespräch darf gelacht werden, geweint werden und auch einmal eine Pause entstehen. Ich nehme mir die Zeit, die in diesem Moment gebraucht wird. Denn genau aus diesen ehrlichen Erinnerungen entsteht später eine Trauerrede, die wirklich zum Menschen passt.
Muss ich mir im Gespräch Notizen machen oder etwas aufschreiben?
Das ist nicht notwendig. Während unseres Gesprächs mache ich mir selbst sehr viele Notizen und ich schreibe mir alles mit! Für Sie darf das Gespräch ganz in Ruhe stattfinden – oft entwickeln sich Erinnerungen und Gedanken ganz von selbst.
Was ist, wenn uns im Gespräch plötzlich noch weitere Erinnerungen einfallen?
Das passiert sehr häufig. Erinnerungen kommen oft erst im Laufe des Gesprächs oder auch später wieder in den Sinn. Deshalb können Sie mir jederzeit noch Ergänzungen mitteilen, die ich dann gerne in die Trauerrede einarbeite.
Wie ich arbeite – Schritt für Schritt erklärt
Häufig entsteht der erste Kontakt über das Bestattungsunternehmen. Es fragt bei mir an, ob ich am vorgesehenen Termin die Trauerfeier begleiten kann, und übermittelt mir anschließend Ihre Kontaktdaten sowie erste Informationen.
Danach melde ich mich zeitnah bei Ihnen. Gemeinsam vereinbaren wir einen Termin für ein persönliches Gespräch – gerne bei Ihnen zu Hause oder an einem anderen Ort Ihrer Wahl. Wenn Sie es wünschen, kann unser Gespräch selbstverständlich auch telefonisch stattfinden.
In einem persönlichen Vorgespräch, das üblicherweise in Ihrer vertrauten Umgebung stattfindet, nehme ich mir ausreichend Zeit für Ihre Erinnerungen, Wünsche und all die Dinge, die Ihnen für die Trauerrede wichtig sind.
Dabei höre ich Ihnen aufmerksam zu und gebe Ihnen den Raum, den Sie in diesem Moment benötigen. Solche Gespräche können sehr emotional sein. Es darf erzählt und erinnert, aber auch gelacht oder geweint werden. Ebenso darf es Momente geben, in denen einfach einmal nichts gesagt werden muss.
Selbstverständlich können Sie mich auch direkt kontaktieren und ich werde dann den Kontakt mit Ihrem Bestatter aufnehmen.
Gemeinsam stimmen wir den genauen Ablauf der Trauerfeier, die musikalische Gestaltung und die inhaltlichen Schwerpunkte ab. Dabei soll die Feier vor allem zu dem Menschen passen, von dem Sie Abschied nehmen – zu seinem Leben, seiner Persönlichkeit und zu Ihren Erinnerungen an ihn.
Darf man bei einer Trauerfeier eigentlich auch einmal lächeln oder sogar lachen? Ich sage: Ja, bitte – wenn es aus dem Herzen kommt.
So entsteht eine persönliche Trauerrede
In unseren Gesprächen kommen häufig auch kleine, liebevolle Anekdoten zur Sprache – Erinnerungen, die trotz aller Trauer ein Schmunzeln hervorrufen können. Wenn ich solche Momente in die Rede einfließen lassen darf, erlebe ich bei der Trauerfeier immer wieder etwas Besonderes: Manchmal genügt ein bestimmtes Stichwort und die Angehörigen wissen sofort, was gemeint ist. Für einen kurzen Moment entsteht ein Lächeln.
Dabei geht es nie um Unterhaltung oder darum, Witze zu erzählen. Es sind die echten Erinnerungen und manchmal gerade die kleinen Eigenheiten, die einen Menschen unverwechselbar gemacht haben. Genauso passend kann eine stille und ernste Trauerfeier sein. Beides ist richtig, wenn es zu dem Menschen und seinem Leben passt.
Am Ende unseres Gesprächs erlebe ich immer wieder, dass Angehörige sagen: „Jetzt geht es mir besser.“ Viele Gedanken, Erinnerungen und Fragen, die vorher noch ungeordnet im Kopf waren, haben einen Platz gefunden. Der Ablauf der Trauerfeier ist besprochen und manches fühlt sich dadurch ein wenig leichter an. Genau das ist mir bei unserem Gespräch ebenfalls wichtig.
Nach unserem Gespräch beginne ich mit der Ausarbeitung Ihrer persönlichen Trauerrede. Dabei stehen das Leben des verstorbenen Menschen, seine Persönlichkeit und die gemeinsamen Erinnerungen im Mittelpunkt. Auch Gäste, die vielleicht nicht alle Stationen seines Lebens kannten, sollen erfahren, wer dieser Mensch war, was ihn ausgemacht hat und was von ihm in Erinnerung bleibt.
Meine Worte kommen von Herzen. Mir ist wichtig, nicht einfach nur eine Rede zu schreiben und vorzutragen, sondern den Menschen, von dem Sie Abschied nehmen, mit seinen persönlichen Geschichten, Eigenheiten und Erinnerungen noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Meine Worte dürfen berühren, ein Lächeln hervorrufen und vielleicht auch ein wenig Trost schenken. Gemeinsam laden wir ein, ein letztes Mal in die Welt Ihres Verstorbenen einzutauchen – in eine Welt voller gelebter Erinnerungen und tiefer Verbundenheit.
Ihre Wünsche und Ideen sind dabei ausdrücklich willkommen. Wenn Ihnen nach unserem Gespräch noch etwas einfällt, das unbedingt in der Rede vorkommen sollte, können Sie sich jederzeit bei mir melden. Ein Mensch geht. Die Liebe bleibt.
Hinter jedem Menschen stehen Geschichten, Beziehungen und Gefühle. Mit seinem Tod verschwinden sie nicht. Sie leben in Erinnerungen, in gemeinsamen Erlebnissen und in den Menschen weiter, die ihm verbunden waren. Den Schmerz über einen Verlust können wir niemandem abnehmen. Aber wir können füreinander da sein und dazu beitragen, dass niemand diesen Schmerz allein tragen muss.
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