Ein letzter gemeinsamer Moment an der Grabstätte

Ihr Trauerredner für Wermelskirchen und Umgebung
Ihr Trauerredner für Wermelskirchen und Umgebung
Ihr Trauerredner für Wermelskirchen und Umgebung

Die allerletzten Worte – sei es ein Gedicht, ein „Vater unser“ oder noch einige Abschiedsgedanken – sind der Moment, in dem wir noch einmal ganz bewusst innehalten. Sie sind ein letzter Gruß, eine Gelegenheit, Dankbarkeit auszudrücken und in Gedanken noch einmal „Leb wohl“ zu sagen.

Ich begleite Sie an die Grabstätte oder zum Urnenfach und stehe Ihnen in diesem bewegenden Moment auch weiterhin zur Seite. Diese letzten Worte sollen Trost spenden und helfen, den Abschied ein kleines bisschen leichter zu machen.

Für mich ist es eine Ehre, diesen Moment mit Ihnen zu gestalten – mit Respekt, Mitgefühl und dem Bewusstsein, wie wichtig dieser Abschied ist.

Die letzten Worte am Grab. Welche Wünsche haben sie?

Falls Ihnen hier die Flasche Obstler und die kleinen Gläschen auffallen, möchte ich kurz erklären, was dahintersteckt. Bei einigen Trauerfeiern durfte ich neben meiner Aufgabe als Trauerredner auch kurz als „Barkeeper“ aushelfen.

Nach der Beisetzung lade ich die Trauergäste manchmal ein, noch einen Moment an der Grabstätte zu bleiben und mit einem Getränk auf den Menschen anzustoßen, von dem wir Abschied genommen haben.

In dem o. g. Fall sagte die Witwe im Vorgespräch zu mir: „Wissen Sie, Herr Saxert – mein Mann hat immer gesagt: Am Grab dürft ihr ruhig einen Obstler auf mich trinken.“ Und genau so haben wir es dann auch gemacht.
Es wurden aber auch schon die letzte Flasche Whiskey, ein Weinbrand oder kleine Flaschen Kräuterlikör geöffnet. Wichtig ist mir dabei: Es muss nicht unbedingt Alkohol sein.
Vor Kurzem haben wir zum Beispiel einige Flaschen Mezzo Mix geöffnet, weil der Verstorbene diese süße Brause so gerne getrunken hat.

Manchmal gehört auch eine kleine Geste oder etwas Persönliches dazu – etwas, das zu diesem Menschen passt und Erinnerungen weckt. Solche Ideen entstehen immer im Vorgespräch.

Nichts wird erzwungen – alles darf einfach so sein, wie es zu dem Menschen passt, von dem wir Abschied nehmen.

Jeder Mensch hinterlässt seine eigene Geschichte. Oft spürt man gerade in diesen Minuten noch einmal eine besondere Verbundenheit: Man steht zusammen, denkt zurück, erzählt vielleicht eine Geschichte – und erinnert sich gemeinsam an das Leben dieses Menschen.

Ein stilles Anstoßen, ein Lächeln zwischen den Tränen – und das Gefühl: Dieser Abschied passt genau zu dem Menschen, von dem wir uns verabschieden.

Mir ist es wichtig, auch Ihren Wünschen gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass sich alle in dieser schweren Zeit ein Stück weit geborgen fühlen.

Ballon "Wir vermissen dich"

Bei einigen Trauergesprächen erfahre ich, dass auch kleine Kinder an der Beisetzung teilnehmen werden. Wenn ich die Familie frage, wo denn der Verstorbene – meistens Oma oder Opa – für die Kinder ist, höre ich oft die liebevolle Antwort: „Opa ist jetzt im Himmel.“

Daran knüpfe ich an und schlage vor, nach der Trauerfeier am Grab für jedes Kind einen Trauerluftballon steigen zu lassen – als einen letzten Gruß, als Zeichen dafür, dass unsere Gedanken jetzt bei Oma oder Opa sind.

Wenn die Familie zustimmt, erkläre ich den Kindern während der Trauerfeier, dass wir die Ballons gemeinsam an der Grabstätte aufsteigen lassen. Und wenn sie immer höher steigen und langsam aus unserem Blickfeld verschwinden, dann können wir uns vorstellen, dass Opa oder Oma sie genau in diesem Moment empfängt – mit einem Lächeln und offenen Armen..

Dieser kleine, aber bedeutungsvolle Moment schenkt besonders den Kleinsten Trost. Er hilft ihnen, den Abschied in einer sanften, hoffnungsvollen Weise zu erleben.

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